Das Mesnerhaus

Historie

Seit Jahrhunderten prägt das Ensemble der Allerheiligenkirche und das dazugehörige Mesnerhaus das Ortsbild am Rande von Kleinschwarzenlohe , einem Ortsteil der Marktgemeinde Wendelstein /Mittelfranken.

Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bilden architektonisch eine Einheit.

Historisch geht das Haus auf Grundzüge aus dem 15. Jahrhundert zurück, also kurz nach der Weihe der Allerheiligenkirche. Im jetzigen Erscheinungsbild wurde das Mesnerhaus im frühen 18. Jahrhundert wieder aufgebaut.

Im 19. Jahrhundert erhielt es einen Scheunenanbau, mit dem das ursprüngliche Doppelwalmdach einen Fachwerkgiebel bekam.

Danach erfolgten immer wieder Detailumbauten, um das Gebäude an veränderte Wohnanforderungen anzupassen.

Über die Bewohner und die Geschichte(n) des Mesnerhauses ist leider bislang wenig bekannt.

Dieses Bild wurde im ehemaligen Heimatmuseum in Kornburg entdeckt.

In den 1970er Jahren wurde das Haus mit der Sanierung der Fußböden, dem Einbau einer Heizung und eines Badezimmers den neuzeitlichen Wohnansprüchen angepasst.

Nach dem Wegzug der letzten Mesnerfamilie 2012 wurden die Räumlichkeiten von der Kirchengemeinde nur noch sporadisch für Veranstaltungen genutzt und so wurde die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes zunehmend ungewisser.

Aufgrund des immer deutlicher werdenden Sanierungsbedarfes und fehlender Nutzungsperspektiven stand letztlich angesichts fehlender Finanzmittel der Kirchengemeinde der Verkauf des Hauses im Raum.

Um den Verkauf abzuwenden, die Bausubstanz zu erhalten und neues Leben in das Mesnerhaus einziehen zu lassen, hat sich im Frühsommer 2024 die Initiative Mesnerhaus Kleinlohe gegründet, aus der dann im 0ktober 2025 der „Förderverein Initiative Mesnerhaus Kleinlohe e.V.“ entstanden ist.

Zukunftspläne

Das ehemalige Mesnerhaus soll zu einem offenen Ort für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft werden, unabhängig von Vereins- oder Religionszugehörigkeit.

In Scheune und Wohnhaus sollen niederschwellige Veranstaltungs- und Kulturräume für Gruppen und Privatpersonen entstehen.

Dafür sind in engem Kontakt mit dem zuständigen Landesamt für Denkmalpflege verschiedene Umbau und Sanierungsmaßnahmen erforderlich und bereits in konkreter Planung, z.B. die Sanierung des Fachwerkgiebels, Sicherungsmaßnahmen im Dachstuhl, Umbau des Sanitärbereichs sowie der Ausbau der Scheune als Veranstaltungsort.

Für die Ausstattung von Veranstaltungsräumen in Scheune und Wohnhaus wurde in enger Abstimmung mit ErLebenswelt Roth e.v. ein umfangreicher LEADER-Förderantrag erstellt.